WM 2026 – Alles zur Fußball WM in den USA, Kanada und Mexiko - Interview mit Siegmund Dunker & Dino Reisner über ihr neues Buch

  • 26.01.2026

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird größer, internationaler und komplexer als je zuvor: Erstmals findet das Turnier in drei Gastgeberländern statt, erstmals nehmen 48 Nationalmannschaften teil – und erstmals wird ein komplett neuer Turniermodus gespielt. Für Fans bedeutet das: mehr Spiele, mehr Stars, mehr Geschichten.

Mit dem Buch „WM 2026 – Alles zur Fußball WM in den USA, Kanada und Mexiko. Die Mannschaften. Die Stars. Die Stadien“ liefern die Sportjournalisten Dino Reisner und Siegmund Dunker den idealen Begleiter für dieses historische Turnier. Im Interview sprechen sie über die Entstehung des Buches, die besonderen Herausforderungen der WM 2026 und darüber, was Fans schon jetzt wissen sollten, um bestens vorbereitet zu sein.

Cover von WM 2026 – Alles zur Fußball WM in den USA, Kanada und MexikoCover von WM 2026 – Alles zur Fußball WM in den USA, Kanada und Mexiko

Herr Reisner, Herr Dunker – die Fußball-WM 2026 wird in vielerlei Hinsicht einzigartig. Was hat Sie persönlich gereizt, genau zu diesem Turnier ein Buch zu schreiben?

Siegmund Dunker: Fußball-Weltmeisterschaften zählen zu den größten Sportereignissen der Welt und ziehen Millionen von Menschen in ihren Bann. In diesem Jahr strahlt die Faszination noch ein bisschen heller, weil erstmals 48 Nationen teilnehmen werden. Für WM-Debütanten wie Kap Verde oder Curacao wird diese Weltmeisterschaft nicht einfach nur ein Fußballturnier sein, sondern ein historisches, identitätsstiftendes Ereignis. 

 

Die WM 2026 ist die erste Weltmeisterschaft, die in drei Ländern ausgetragen wird. Wann war für Sie klar: Dieses Turnier braucht ein eigenes, umfassendes Fanbuch?

Siegmund Dunker: Wir hatten als Autorenduo bereits ein Vorschau- sowie Turnierbuch zur Europameisterschaft 2024 in Deutschland verfasst. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat es dabei vollbracht, nach den sportlich tristen Vorjahren wieder neue Euphorie zu entfachen. Dieser Aufschwung und die Aussicht auf eine WM der Superlative bestärkten uns darin, auch das kommende Turnier ausführlich begleiten zu wollen.  

 

Wie lief die Zusammenarbeit zwischen Ihnen beiden ab? Gab es eine klare Aufgabenteilung oder haben Sie gemeinsam an allen Kapiteln gearbeitet?

Siegmund Dunker: Wir haben im Vorfeld gemeinsam ein Konzept erarbeitet, in dem wir festlegten, welche Aspekte uns besonders wichtig sind und wie wir die einzelnen Themenblöcke im Buch verteilen. Im Anschluss entwarfen wir einen Seitenplan und teilten uns die Themen auf. Mein Fokus lag vor allem auf den teilnehmenden Nationen und ihren Stars. Dino Reisner hat seine herausragende Expertise vor allem bei den historischen Texten und der Vorstellung der Stadien einfließen lassen.     

  

Sie bringen beide viel journalistische Erfahrung mit. Was war bei diesem Buch die größte Herausforderung – die Fülle an Teams, die Stadien oder der neue Turniermodus?

Siegmund Dunker: Wir hatten den Anspruch, ein Buch auf den Markt zu bringen, das umfassend über die WM informiert und dabei alle 42 bis Ende des Jahres qualifizierten Teams beleuchtet. Eine Herausforderung bestand darin, dass sich die WM-Qualifikation bis Mitte November erstreckte und die Auslosung gar erst Anfang Dezember stattfand. Wir konnten weite Teile des Buches also erst auf den letzten Metern produzieren. Uns war wichtig, die Teams nicht in beliebiger Reihenfolge vorzustellen, sondern den Gruppen zuzuordnen, in die sie gelost worden waren. 

48 Teams, neue Gruppenphase, erweitertes K.o.-System: Was bedeutet dieser neue Modus aus Ihrer Sicht für Spannung, Überraschungen und Außenseiterchancen?

Siegmund Dunker: Da sich von den 48 Teilnehmern 32 für die K.o.-Runde qualifizieren werden, ist ein Favoritensterben in der Vorrunde sehr unwahrscheinlich. Richtig spannend dürfte es erst ab dem Achtelfinale werden, wenn die stärkeren Nationen aufeinandertreffen. Eine WM bietet aber auch immer Raum für Überraschungen  - 2022 waren es die Marokkaner, die sensationell das Halbfinale erreichten. Die Debütanten und Außenseiter werden sich zerreißen, um den Top-Teams die Stirn zu bieten. 

Deutsche WM-Mannschaft Deutsche WM-Mannschaft

Glauben Sie, dass durch die Aufstockung auf 48 Teams neue Fußball-Nationen stärker in den Fokus der Fans rücken werden?

Siegmund Dunker: Kurzzeitig ja. Gerade als exotisch wahrgenommene Teams wie Curacao, Kap Verde oder Haiti dürften viel Interesse auf sich ziehen und auch davon profitieren, dass man als Fußball-Romantiker dazu neigt, mit den Underdogs besonders mitzufiebern. Für die Spieler dieser Nationen ist die WM eine große Chance, sich auf die Notizzettel europäischer Profiklubs zu spielen. 

 

In Ihrem Buch stellen Sie alle teilnehmenden Mannschaften vor. Gab es Teams, bei denen Sie selbst überrascht waren, wie spannend ihre Geschichte oder Entwicklung ist?

Siegmund Dunker: In Südamerika hat Ecuador fußballerisch eine beeindruckende Entwicklung hingelegt, und das, obwohl das Land insgesamt eine schwere Zeit durchmacht. Durch die Verschiebung von Drogenhandelsrouten ist Ecuador ein Schauplatz von Bandenkriegen und ausufernder Kriminalität geworden ist. Auch Haiti ist schwer von Bandenkriminalität gebeutelt und musste für seine Heimspiele in der WM-Qualifikation nach Curacao ausweichen. Das fand ich erschütternd. Umso schöner ist es, dass sich die Nationalmannschaft nun auf der größten Bühne überhaupt präsentieren darf.

MetLife Stadium MetLife Stadium

Welche Stars dürfen sich Fußballfans Ihrer Meinung nach bei der WM 2026 auf keinen Fall entgehen lassen – auch abseits der ganz großen Namen?

Siegmund Dunker: Ich freue mich besonders auf Ecuadors Mittelfeldabräumer Moises Caicedo, den hochbegabten Flügelstürmer Yan Diomande vom deutschen Gruppengegner Elfenbeinküste sowie Portugals Mittelfeldstrategen Vitinha und Joao Neves. Mein Herz hängt außerdem an den Belgiern mit Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku. 

Vom legendären Aztekenstadion bis zum hochmodernen MetLife Stadium: Welches Stadion hat Sie bei der Recherche am meisten beeindruckt – und warum?

Siegmund Dunker: Mit den Stadien hat sich in erster Linie Dino Reisner befasst. Architektonisch sagt mir vor allem das SoFi Stadium in Los Angeles zu. Aus nostalgischen Gründen und wegen des Namens mag ich zudem das Aztekenstadion sehr. 

 

Die WM findet in sehr unterschiedlichen Fußballkulturen statt. Glauben Sie, dass sich das auch auf Atmosphäre und Spielverlauf auswirken wird?

Siegmund Dunker: Die beste Atmosphäre erwarte ich bei den Spielen in Mexiko. Die Menschen dort sind absolut fußballverrückt. Die Begeisterung könnte deren Nationalmannschaft weiter tragen, als man es vielleicht vermuten würde.  

In einem eigenen Abschnitt ordnen Sie die WM 2026 historisch ein. Warum war es Ihnen wichtig, die Entwicklung der Weltmeisterschaft mit aufzunehmen?

Siegmund Dunker: Der Fußball wandelt sich stetig – und auch die Machtverhältnisse im Weltfußball. Der Blick in die Vergangenheit ermöglicht es uns, die Gegenwart besser zu verstehen. Viele Menschen verbinden zudem unzählige schöne Erinnerungen mit vergangenen Weltmeisterschaften. 

 

Wo sehen Sie die WM 2026 im Vergleich zu früheren Turnieren – eher als Neuanfang oder als konsequente Weiterentwicklung des Weltfußballs?

Siegmund Dunker: Eine WM in drei Ländern mit 48 Teams mag ein Novum sein. Diese Entwicklung war aber schon lange vorherzusehen. Mich freut es für die kleinen Nationen, dass sie dabei sein dürfen. Auf der anderen Seite muss man ganz klar festhalten: Der Weltverband FIFA verfolgt mit der Aufstockung vor allem wirtschaftliche Interessen und versucht, so viel Geld wie möglich aus diesem Turnier herauszupressen.

 

 

WM 1970 - Sieg WM 1970 - Sieg

Für wen ist Ihr Buch besonders gedacht: eher für eingefleischte Fußballfans oder auch für Einsteiger, die bei der WM 2026 mitreden möchten?

Siegmund Dunker: Ich bin überzeugt: Beide Zielgruppen dürften mit dem Buch großen Spaß haben.  

 

Was unterscheidet Ihr Buch von anderen WM-Vorschauen oder Online-Infos?

Siegmund Dunker: Die akribische Recherche und die Vollständigkeit. In dem Buch steckt viel Arbeit und Leidenschaft.

 

Welche Aspekte der WM 2026 werden Ihrer Meinung nach aktuell noch unterschätzt – könnten aber das Turnier entscheidend prägen?

Siegmund Dunker: Die klimatischen Bedingungen, die weiten Reisen während des Turniers, aber auch das Verletzungspech. Gerade die Spieler in England werden bereits eine enorme Anzahl an Spielen in den Knochen haben, wenn sie zur WM anreisen.

 

Wie verändert sich der Blick auf die WM 2026, wenn man sich mit Teams, Stadien und Hintergründen so intensiv beschäftigt hat wie Sie?

Siegmund Dunker: Es steigert in erster Linie die Vorfreude. Weil man sich auch mit den kleineren Nationen und Außenseitern befasst hat, ist zudem die Chance deutlich gestiegen, dass man auch bei Spielen wie Ghana gegen Panama gebannt vorm Bildschirm sitzen wird.  

 

Was ist die eine Sache, die Sie den Leserinnen und Lesern mitgeben möchten, wenn sie Ihr Buch zur Hand nehmen – bevor der erste Ball rollt?

Siegmund Dunker: Sie sind mit diesem WM-Begleiter bestens informiert. Scheuen Sie sich also nicht davor, ihr Wissen in größerer, geselliger Runde beim gemeinsamen Fußballschauen zum Besten geben. Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Lesen  - und gute Ergebnisse für die Teams, denen sie die Daumen drücken. 

 

Ob neue Fußball-Nationen, legendäre Spielstätten oder ein Turniermodus, der den Weltfußball nachhaltig verändern könnte – die WM 2026 verspricht, Geschichte zu schreiben. Das Buch von Dino Reisner und Siegmund Dunker ordnet dieses außergewöhnliche Turnier ein, liefert fundierte Hintergründe und macht Lust darauf, sich frühzeitig mit Teams, Stars und Austragungsorten auseinanderzusetzen.

Für alle, die bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nicht nur zuschauen, sondern mitreden wollen, ist dieses Buch die perfekte Vorbereitung auf das größte Fußballereignis aller Zeiten.

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